Home
Hobelbank
Alte Werkstatt
Leimknechte
Leimholz
Feilkluppe
DeWALT DW744
Tormek
Trend Airshield
Holzgewinde

Herstellung von Leimholz

Wenn man als Laie mit dem Möbelbau beginnt, greift man schnell zu Plattenmaterial wie Spanplatte, MDF oder Sperrholz. Wenn man dann “echtes Holz” verwenden möchte, nimmt man Leimholz.

Leimholz ist zu Platten verleimtes Massivholz. Das Holz ist so verleimt, daß es nur noch wenig arbeitet und daher fast wie Plattenmaterial verwendet werden kann.

Für meine ersten Möbelstücke habe ich auch noch fertiges Leimholz verwandt. Der Nachteil ist aber, daß man auf zwei bis drei vom Hersteller gelieferte Stärken angewiesen ist. Außerdem hat Leimholz einen sehr hohen Preis. Dazu kommt, daß durch die vorgegebenen Platten recht viel (und teuerer) Verschnitt entsteht.

So habe ich nach einer Möglichkeit gesucht, Leimholz selber anzufertigen. Dabei kam ich auf die Idee, eine etwa 65mm starke Bohle in schmale Leisten zu schneiden. Die Leisten werden in der Breite geschnitten, wie das fertige Leimholz stark werden soll - zuzüglich einigen Millimetern für das Abrichten der Fläche.

 

Besäumen der Kieferbohle mit der Gestellsäge.

Entfernen grober Unebenheiten, damit das Holz auf der Kreissäge nicht klemmt

Auftrennen der Bohle in einzelne Leisten mit der Kreissäge

Die Leisten werden dann so angeordnet, daß die Jahresringe abwechselnd auf die innere und äußere Seite des Bretts zeigen. Dadurch wird bewirkt, daß das Brett recht wenig arbeitet, außerdem entsteht ein hübsches Muster.

Dann werden die Leisten mit der Rauhbank gefügt, (wenn vorhanden auch mit einer Abrichte und Fügeanschlag) und dann mit Leimknechten aneinander geleimt.

Aufgetrennte Bohle

Leisten sortiert für das Fügen

Die so entstandene Fläche muß nun abgerichtet werden. dazu nimmt man Rauhbank, Doppel- und Putzhobel. Wenn eine saubere Fläche entstanden ist, kann man mit einem Streichmaß die Stärke des Bretts ringherum anzeichnen. Danach wird die andere Seite des Bretts wieder mit Hobeln auf die angezeichnete Stärke gehobelt.

Wenn man eine Abrichte und einen Dickenhobel zur Verfügung hat, ist das nur eine Sache von Minuten. Von Hand dauert es schon wesentlich länger und kostet auch mehr Kraft. (Erspart den Besuch im Fitness-Studio)

Das so von Hand gehobelte Brett ist nicht nur ein Erfolgserlebnis, sondern man hat auch Brett vor sich, daß eine deutlich schönere Oberfläche hat als ein Brett, daß durch einen Dickenhobel gelaufen ist.

Fügen mit der Rauhbank

Vereimen mit Leimknechten

Kontrolle der Fuge

Abrichten und Verputzen der verleimten Fläche


[Home] [Holz] [Horn] [Projekte] [Links] [History] [Rückmeldung] [Impressum]