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Hornständer

Hornständer

Das (Wald-)Horn ist das Musikinstrument, mit dem ich meinen Lebensunterhalt bestreite. Was für einen Telefonisten das Telefon ist, ist für mich das Horn.

Nun wollte ich für mich und meine Kollegen einen Instrumentenständer bauen. Es gibt zwar auch Hornständer zu kaufen, doch gibt es meines Wissens nach keinen, der richtig gut ist. Außerdem reizte mich der Selbstbau.

Die Teile für den Kegel wurden verleimt. Um Material zu sparen habe ich nur dort Holz aufgeleimt, wo auch später noch Material stehen bleiben sollte. Hier sind 3 Stücke Buche bzw. Kirsche zu je 50mm miteinander verleimt.

Aus dem Rohling wurde dann ein Kegel gedrechselt, der genau in das Schallstück des Horns eingepaßt wurde.

Die Fotos dokumentieren übrigens den Bau des zweiten Hornständers aus Kirsche. Der erste wurde aus Buche gebaut. Ein weiterer aus Eiche ist nun auch schon in Arbeit.

Die größte Herausforderung war die Herstellung der Stütze für den Korpus. Bei jedem Horn ist der Durchmesser des Korpus und der Winkel des Schallstücks ein wenig anders. Bei einem Hornständer muss die Stütze verstellbar sein, damit Hörner aller Fabrikate sicher auf dem Ständer stehen.

Nach langen Überlegungen entschied ich mich für eine Mechanik ganz aus Holz. In einem Stück mit einer Mulde, wurde eine beweglich gelagerte Mutter aus Pockholz eingelassen. Ein Gewindestab aus Weißbuche wurde dann in einer beweglichen Lagerung befestigt.

 

Hier sieht man das Mittelteil mit der Mutter aus Pockholz. Außerdem sieht man noch den Gewindestab mit der Verdickung am Ende, die dafür sorgt, dass das Gewinde sicher gelagert wird.

Die Mutter aus Pockholz wird gefertigt. Die Mutter hat seitlich zwei Bohrungen. Mit Pockholzdübeln wird die Mutter dann in dem Brettchen befestigt.

Alle Einzelteile sind nun fertig. Man sieht die Grundplatte, den Kegel, die Säulen für die Mechanik, die Lagerschalen, den Gewindestab und das Stützbrett mit der eingelassenen Pockholzmutter und dem Holzscharnier.

Hier die Teile der Mechanik noch einmal im Detail. Für die Lagerschalen habe ich ein entsprechendes Stück Holz der Länge nach aufgetrennt, gehobelt und die Bohrungen in 2 verschiedenen Durchmessern für den Gewindestab angebracht. Anschließend die beiden Stücke an den Enden verschraubt und die äußere Form gedrechselt. Zuletzt wurde das Werkstück außerhalb der Schrauben abgestochen und nun hatte ich zwei Lagerschalen. Der Gewindestab konnte jetzt eingelegt werden. Die beiden Schalen wurden so verleimt, dass sich der Gewindestab weiter drehen konnte.

Für Animation bitte hier klicken!

Diese Holzmechanik ermöglicht es, das Stützbrett für jedes Horn passend einzustellen.

Der fertige Hornständer - noch in der Werkstatt.

Für den Kegel hatte ich leider nicht mehr genügend Kirschholz, so dass ich an den Seiten Teile aus Buche anleimen musste. Es schadet aber der Optik nicht, sondern wertet sie sogar noch auf.

Die ersten beiden Hornständer sind fertig!

Hier mein Arbeitsplatz im Probenräum:
Notenpult, Stuhl, Horn, Dämpfer und der neue Hornständer.

Pause! Hier sieht man die Hornständer in Funktion. Es ist Pause, die Hornisten trinken Kaffee und die Hörner warten auf den nächsten Einsatz.

(Der vordere Hornständer ist ein Prototyp, der noch über eine andere Mechanik verfügt, die sich aber als unpraktisch erwiesen hat. Das Modell hinten links ist ein industriell gefertigtes Modell - aber nicht wirklich gut.)


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